Hier können Sie nachlesen, was alles im Rahmen unserer
Papageno-Aktivitäten geschehen ist.
Bitte beachten:
Aktuellere Beiträge finden Sie unter der Rubrik "Veranstaltungen"
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Februar 2010
Erfreuliches Echo auf
einen Aufruf von Papageno |
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Ein Pferd kommt zu Papageno
Bericht von Getta Jacqueroud
Kurz nach dem Erscheinen der Papagenozeitung
„Sommer 2009“ im August, bekam ich einen
Telefonanruf. Ich war gerade in Bischofszell am
Stadtfest, wo wir für 2 Tage einen Stand hatten
für Papageno.
Die Frage war: Wie gehe ich vor wenn ich
für ein Pferd spenden will? Ich war erstaunt und
so überrascht, dass ich erst gar nicht wusste um
was es ging. Doch die Spenderin klärte mich auf
dass es um den Artikel „Geschichten die das
Leben schreibt“ ging, wo einem armen Bauer
sein alter Gaul verstarb. So eine Überraschung.
Gut dass ich mein Glücksgefühl mit den beiden
andern Mitgliedern am Stand teilen konnte. Ja
und es war kein Scherz, denn nur ein paar Tage
später wurde die Spende auf unser Konto
einbezahlt.
Im Dezember haben mein Mann und
ich das Geld mitgenommen und gingen auf die
Suche von einem „Horsli“. Natürlich haben wir im
Vorstand Papageno Rumänien diskutiert wie wir
vorgehen wollen, um allen Bedingungen gerecht zu
werden. So wurde entschieden, dass APH
(Asociatia Papageno Hermannstadt) ein Pferd
kauft und es den Leuten zur Pflege und Benützung
zur Verfügung stellt.
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Wir haben ein herziges, starkes,
junges Pferd gefunden, das einen sehr
liebenswerten Charakter hat

Ilie, der Bauer aus dem Höhlendorf Ocna und
seine Frau wurden zu uns ins Dress-In bestellt
und wir klärten sie auf. Die beiden waren total
überfordert und eher erschrocken als erfreut,
denn wie soll jemand dazu kommen ihnen so was
Wertvolles zu schenken. Beide zitterten vor
Aufregung und fragten immer wieder wieso und
warum. Langsam und zögernd kam das Vertrauen und
auch die Freude. Wir haben das weitere Vorgehen
festgelegt und ihnen gesagt, dass sie jetzt zu
Hause erst mal den Stall zurecht machen und
Futter kaufen sollen. Papageno hat 4 Rollen Heu,
1t Luzerne und Mais bezahlt.
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Die Ankunft von Sudan in der Siedlung war
natürlich ein Ereignis, ja sogar ein kleiner
Volksauflauf. 2 Tage später hatte Sudan seinen
ersten grossen Auftritt. Vor den mit Geschenken
gefüllten Wagen gespannt, trabte er stolz mit
dem „Mosul“ dem Weihnachtsmann in die Siedlung
zur Bescherung. Pferd und Besitzer waren beide
sehr stolz und genossen ihre Schau!
Der bald 3 jährige Sudan hat sich mit dem
Hofhund angefreundet, und dieser verteidigt ihn
so gut in seinem Stall, dass auch Roberts Hose
zu Fetzen wurde.
Noch sind wir mit dem Stall nicht ganz
zufrieden, er ist etwas zu tief für den noch
wachsenden Hengst. Robert hat sich zur Verfügung
gestellt im Frühling zu helfen entweder das Dach
anheben oder den Boden etwas tiefer zu graben.
Für die Leute dort wäre dies nicht realisierbar.
Wir werden auch besorgt sein, dass wir einen
guten Veterinär finden, wenn es an der Zeit ist
einen Walachen aus ihm zu machen.
Wir und die Leute im Höhlendorf sind stolz auf
das schöne Tier und freuen uns dass wir hier
echte Hilfe zur Selbsthilfe realisieren
konnten. Im Frühling kann man jetzt wieder aufs
Land fahren, und einen Acker bearbeiten, und das
für mehrere Familien.
Eine schöne Sache für diese Leute.
Danke schön.
Getta und Robert |
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Nov
2009; Eröffnung
der Notküche in Sibiu |
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Auszug
aus dem Beitrag von Martin Bauer, welcher in der
Weihnachtsausgabe unserer Zeitung erscheinen wird. |
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Mit
grosser Freude, aber auch mit Angst und
Unsicherheit, haben wir der Eröffnung unserer
Notküche entgegen gesehen.
Am 31. Oktober 2009 war es soweit!
Bereits bei der Planung spürte man die Angst, sich
mit diesem grossen Projekt zu übernehmen und dadurch
die laufenden Arbeiten nicht mehr finanzieren zu
können.
Die
Küche wurde modernisiert. Die alten, wackeligen
Tische und Stühle konnten wir auswechseln. Es war
uns auch möglich, die Gassenkinder-Betreuung
professioneller zu organisieren, und da ein leerer
Bauch nicht gerne lernt, durften wir die Verpflegung
der Kinder abwechslungsreicher gestalten.
Zur
obligaten Suppe gibt es jetzt auch genügend Brot und
Früchte. Schon eine Stunde vorher haben viele Leute
vor dem Eingang gewartet: Gäste, die wir nun
hoffentlich jeden Tag bis Ostern 2010 bewirten
dürfen, aber auch „Tagesgäste“, welche nur an der
Eröffnung teilnehmen wollten. |
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Plötzlich waren so viele Besucher da, dass wir den
Überblick vollständig verloren haben. Presseleute,
Kameras und von allen Seiten wurden uns Mikrofone
vor die Nase gehalten. Eine Rumänische Volksmusik
spielte, Gratulanten schüttelten uns die Hände. Frau
Astrid, die Vize-Bürgermeisterin war da, viele
Pfarrer aller Glaubensrichtungen, Sozialassistenten
und mittendrin Herr Hürzeler, der Schweizer
Botschafter aus Bukarest und der Papageno-Präsident,
Kurt Plattner aus der Schweiz. Die Reden in vier
verschiedenen Sprachen waren erfreulich kurz und
bündig.
Die
80 Plätze an den schön gedeckten neuen Tischen waren
schnell besetzt. Einen grossen Teil der Leute
kannten wir noch vom letzten Jahr. Darunter die
89-jährige allein stehende Frau, die in einem
Treppenhaus «wohnt» und die einmal bessere Tage
erlebt haben muss, denn sie spricht mit uns Deutsch
und Französisch. Sie will aber nicht über die
Vergangenheit reden. 80 Teller Suppe, 80
verschiedene Schicksale!
Unsere Küche hat die Situation
toll gemeistert.
Das Essen schmeckte allen, denn von den 90 gekochten
Portionen blieb nichts übrig!
Schon einen Tag später mussten wir uns einer
schwierigen Aufgabe stellen. Viele Bitten, an
unserem Mittagstisch teilnehmen zu dürfen, mussten
wir zurückweisen. Wir können aus Platz- und
finanziellen Gründen nicht mehr als 50 Gäste
aufnehmen, denn dazu kommen täglich die 8-12
Portionen, die wir für die bettlägerigen Gäste mit
nach Hause mitgeben. Wir sind froh, dass uns bei
diesen schwierigen Entscheidungen Pfarrer und
Sozialarbeiter helfen konnten. Auch für den
Nachhilfeunterricht für die Gassenkinder am
Nachmittag sind nicht wie üblich 10-15 Kinder
gekommen, sondern am Montag 28 und heute Dienstag
21; wie wir diesen Ansturm bewältigen wissen wir
noch nicht.
Es
ist uns ein grosses Bedürfnis allen Freunden, allen
Spendern und Mithelfenden herzlich zu danken. Ohne
Ihre Unterstützung hätten wir nicht den Mut gehabt,
uns dieser Aufgabe zu stellen. |
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Spenden auf das
Konto PC
70-13308-8 sind auch weiterhin herzlich Willkommen. Damit
sie auch hier eingesetzt wird, bitte den Vermerk "Notküche"
angeben.
30.11.06 / HRM |
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von Wolfgang Fuchs, Redaktor der Hermannstädter Zeitung
Meine Beobachtung ist, dass Papageno, was auch
immer gemacht wird, hat Kopf, Hand und Fuss.
Kürzlich kam ich in den Genuss einer Einladung in das
Dress-In nach Neppendorf, der Vorortsgemeinde von Hermannstadt
(Sibiu). Schon die Planung ist etwas Besonderes: Man kann sich
telefonisch anmelden und bekommt einen Termin mit Uhrzeit, so
dass nie mit Warteschlangen gerechnet werden muss. Dabei sind
die Damen so flexibel, dass sie auch eine kurzfristige Absage
verkraften und einen Ersatztermin anbieten
Als kleiner Junge machten sich die Verwandten bei denen ich
lebte, lustig über die Leute die sich am Tandelmarkt (dem
Fetztenmarkt
in der Nachbarstadt Temeswar) Sonntagskleider kauften. Was gäbe
das für ein Gehänsel, wenn sie erführen, dass ich mir auf meine
alten Tage gebrauchte Sachen schenken lasse! Sie würden mich als
Neffen bzw. als Grossneffen aberkennen.
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Nun, ich habe kein Problem damit, mich zu meinem Status zu
bekennen. Die Sache ist, die „Klamotten“ (bitte nehmen Sie das
nicht herabwürdigend) sind sauber, gebügelt und neuwertig.
Sicher, es ist nicht die letzte Mode die hier präsentiert wird.
Aber es sind durchwegs solide Kleidungsstücke, man kann sich -wo
auch immer- darin sehen lassen. Bei meinem unlängsten Besuch
fand ich schöne Hosen für Konzert und Theater.
Nach
einigem Suchen hat Papageno eine entsprechende Lokalität für das
Dress-In gefunden. Man kann mit dem Laster in den Hof fahren, es
ist genügend Raum da zum Zwischenlagern und Sortieren.
Und zum Anprobieren!
Die freundlichen Damen haben eine Engelsgeduld, bis man das
Traumstück gefunden hat. Und: Ich hatte nicht den Eindruck, dass
ich anderen „Kunden“ gegenüber bevorzugt behandelt werde.
Es
tut mir leid, dass Papageno öfters nicht das Entgegenkommen
findet, das man eigentlich erwarten sollte.
Danke, Papageno!,
Wolfgang FUCHS Sibiu / Rumänien
22.12.2007 /
HRM |
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Mai 2008
Eine Orgel auf Reisen |
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von Jacqueroud Getta (Text) und Robert
(Bild)
Liebe
Freunde von uns fragten so ganz beiläufig bei einem Treffen:
Wollt ihr eine Orgel von uns?
Die beiden
sind passionierte Sammler von Instrumenten und Uhren. Sie
spielt Orgel und er ist auch im Besitze einiger Drehorgeln,
welche bei besonderen Gelegenheiten zum Einsatz kommen.
Beide haben viel Humor, es war gerade Fasnachtszeit und so
machte uns die Anfrage etwas unsicher. Wollte man uns jetzt
eine Drehorgel leihen zum Sammeln oder ?
Nein, das
Angebot der fast neuwertigen Orgel ist ein Geschenk an
Papageno! Überwältigt vom Angebot fragte ich aber erst
in Rumänien bei Martin an, was er wohl davon hielt, denn man
kann ja so ein riesen Ding nicht einfach unter den Arm nehmen.
Die Antwort kam sofort: Eine Orgel, das ist super!
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Die gespendete Orgel wird im Dress-In von Sibiu
/ Rumänien ausgeladen und später in die Kirche
in Thalheim transportiert |
Das gaben
wir dann sofort gerne den Spendern weiter. Bei einer
Besichtigung vor Ort wurde uns aber doch auch klar, dass da
noch einige Probleme auf uns zukamen. Ihr Domizil ist eine
Attikawohnung im 4. Stock mit einer Terrasse umgeben. Die
Orgel passt zu keiner Türe raus und hat auch einiges an
Gewicht. Was nun ?
Die Lösung
war ein neues Geschenk. Der Spender lies eine Spezialfirma
kommen, die das Instrument durch das Fenster auf die
Terrasse hievten, und von dort mit einem Lift auf ihr
Fahrzeug hinunter holten. Das Fahrzeug brachte dann das
Instrument auch noch frei Haus zu uns nach Ennetbürgen.
Während
eines ganzen Monats waren wir nun die stolzen Besitzer
dieser Orgel, und gaben Acht auf sie. In dieser Zeit
zimmerten Robert und Hans Ruedi ein Transportpalett, und
schauten auch für eine gute Verpackung. Ende März wurde sie
dann sorgfältig nach Murg transportiert, und dort auf den
TIR verladen.
Hier
in Sibiu warteten wir ungeduldig auf den Transport.
Inzwischen war Robert auch hier eingetroffen, und konnte so
auch wieder beim Abladen helfen. Es waren hier viele
fleißige Hände nötig, denn wir haben hier im Dress-In
absolut keine Hilfsmittel zum Abladen. Hier ist alles ist
noch Handarbeit!. Dank den guten Kommandos und der
minuziösen Vorbereitungen von Robert ging alles gut von
Statten.
Für uns war
es eine besondere Freude, dass die Orgel gerade in „unsere
Kirche“ von Thalheim (Daia) kam, wo auch unser Kinderhaus „Casa
Papageno“ ist. Hier wurde ja vor über einem Jahr die
Kirchenorgel demoliert und die Pfeifen gestohlen. Seither
gab es nur ein Klavier in der Kirche.
Ein
Transport in die Kirche von Daia musste organisiert werden.
Dazu brauchten wir einen regenfreien Tag und viele Helfer,
denn der Weg von der Strasse bis hinauf in die Kirche ist
weit. Der regenfreie Tag war kein Problem, der Rest lies
sich schnell lösen. |
Jetzt da man
vorsieht die Kirche wieder öfter in Betrieb zu nehmen ist
die Orgel ein Geschenk des Himmels. Die Kirche wurde etwas
renoviert und sicherer gemacht. Man will sie soweit wieder
beleben, dass man auch daran denkt 3 – 4 Mal Jährlich
Konzerte zu geben.
So hat ein
wunderschönes Musikinstrument eine neue Heimat und eine neue
Bestimmung bekommen. Wir
Papagener aus Hermannstadt freuen sich riesig und sagen
„Danke schön“
Getta,
Robert Martin und Küde.
12.5.
2008 / HRM |
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Pfingsten
2008; Orgel-Einweihung in der Kirche Thalheim (Daia) /
Rumänien |
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Bericht von Robert & Getta Jacqueroud
(Text/Bild)
Am
Samstagabend bis in die Nacht hinein hat der Kirchenkurator
noch den Graben zugemacht, den die Elektriker brauchten um
die Stromkabel zu verlegen. Schliesslich hat dann also doch
noch alles geklappt und die Kirche mit unserer Orgel bekam
im letzten Moment noch Strom. Dazu hat sicher auch der
Artikel in der Hermannstädter Zeitung geholfen, wo die
Einweihung der Orgel verkündet wurde.
Die Sonne
empfing die kleine Kirchgemeinde aus den umliegenden Dörfern
von Thalheim (Daia) mit ihrem schönsten Lächeln.
Auch die
vier Bläser aus der Philharmonie von Sibiu waren schon früh
in der schön geschmückten Kirche um sich einzustimmen.
Zur Feier
erschienen einige ältere Frauen sogar in ihrer Tracht und
unsere Kinder vom Casa Papageno waren sonntäglich
herausgeputzt.
Die Grossen
waren auch sehr fleissig, haben sie doch die Kirche
geschmückt und den Imbiss nach der Pfingstmesse vorbereitet
und aufgetischt. Mit den Kindern waren sicher etwa 50
Personen nachher an der gemütlichen Tischrunde im
Aufenthaltsraum vom Casa Papageno. Der Pfingstsonntag wurde
von allen sehr genossen und das Beisammen sein dauerte bis
in den frühen Nachmittag hinein.
12.5.
2008 / HRM |
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